Wasserenthärtung

Der Weg zu weichem Wasser

Während der Wasserenthärtung werden die für die Wasserhärte verantwortlichen Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen (Na+) ausgetauscht. Dieser Austausch findet auf zuvor mit Natriumionen geladenen Ionenaustauscher-Harzen statt.Nach Durchfluss einer gewissen Menge harten Wassers durch den Enthärter sind diese Austauscher-Harze mit Calcium- und Magnesiumionen gesättigt. Um Ihre ursprüngliche Wirksamkeit zurück zu erlangen, müssen sie „regeneriert“ werden.Die Regenerierung besteht darin, die Harze mit Salzwasser (Sole) zu „waschen“. Die in der Sole in hoher Konzentration enthaltenen Natriumionen ersetzen nach und nach die Calcium- und Magnesiumionen im Harz. Am Ende sind die Harze erneut mit Natriumionen gesättigt und stehen wieder für die Wasserenthärtung zur Verfügung.

FAQ

Haben Sie noch Fragen zu weichem Wasser?

Richtig oder falsch?

  • Weiches Wasser sollte nicht mit enthärtetem Wasser verwechselt werden
  • Enthärtetes Wasser ist trinkbar
  • Das Natrium im Wasser wirkt sich nachteilig auf die Gesundheit aus, insbesondere bei Personen, die eine salzarme Diät einhalten müssen
  • Der niedrigere Calciumgehalt des enthärteten Wassers schadet dem Organismus
  • Enthärtetes Wasser ist gänzlich entmineralisiert
  • Das im Abwasser nach der Regenerierung abgeführte Salz schadet der Umwelt

Weiches Wasser sollte nicht mit enthärtetem Wasser verwechselt werden
=> richtig
Von Natur aus weiches Wasser kommt aus Regionen mit besonderen Bodenbeschaffenheiten, wie z.B. Granitböden. Es ist zwar kalkarm, aber ebenfalls arm an gelösten Mineralien. Dies trifft bei kalkhaltigem Wasser nicht zu, da es einen hohen Anteil an gelösten Mineralien enthält. Durch das Enthärtungsverfahren verliert dieses Wasser einen Teil seiner Calcium- und Magnesiumionen, es behält jedoch praktisch alle gelösten Mineralien und bietet zusätzlich alle Vorteile weichen Wassers.

Enthärtetes Wasser ist trinkbar
=> richtig
Enthärtetes Wasser, das aus trinkbarem Leitungswasser gewonnen wird, kann ohne Bedenken getrunken werden. Es erfolgen weder Geschmacks- noch sonstige Beeinträchtigungen.

Das Natrium im Wasser wirkt sich nachteilig auf die Gesundheit aus, insbesondere bei Personen, die eine salzarme Diät einhalten müssen
=> falsch
Bei einer strengen salzlosen Diät wird empfohlen, vor dem Konsum von enthärtetem Wasser ärztlichen Rat einzuholen.

Der niedrigere Calciumgehalt des enthärteten Wassers schadet dem Organismus
=> falsch
Die meisten für ein gesundes Leben wichtigen Mineralien werden dem Körper überwiegend über eine ausgewogene Ernährung zugeführt. Dies trifft insbesondere für Calcium und Magnesium zu. Nur ein kleiner Anteil dieser Mineralien kommt aus dem Wasser, das wir trinken. Weder ein enthärtetes noch ein hartes Wasser trägt also wesentlich zur Aufnahme der für diese Mineralien empfohlenen Tagesdosis bei.

Das vom menschlichen Körper verfügbare Calcium wird überwiegend aus Milch und ihren Nebenprodukten (Butter, Käse…), sowie aus zahlreichen Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, getrockneten Hülsenfrüchten, Schokolade, Fettfisch und Meeresfrüchten sowie Vollkornbrot geliefert.

Die Minderung des Calciumgehaltes beim Enthärtungsprozess hat demnach keinen spürbaren Einfluss auf die Versorgung des menschlichen Organismus mit Mineralstoffen.

Hinzu kommt, dass beispielsweise Gemüse in enthärtetem Wasser schonender gegart wird. Dadurch bleiben mehr Vitamine und Spurenelemente erhalten.

Enthärtetes Wasser ist gänzlich entmineralisiert
=> falsch
Abgesehen von Calcium und Magnesium, die teilweise durch den Enthärtungsprozess entzogen werden, wird der Anteil anderer Mineralien im Wasser nicht verändert.

Es liegt in keinem Fall eine Entwertung des Wassers vor. Im Gegenteil - durch die Enthärtung wird Ihr Wasser veredelt.

Das im Abwasser nach der Regenerierung abgeführte Salz schadet der Umwelt
=> falsch
Wasserenthärter werden generell als umweltfreundlich eingestuft.

Aus einem einfachem Grund: Enthärtetes Wasser steigert die Wirkungskraft von Heizungen, Wasch- und Reinigungsmitteln sowie von Körperpflegeprodukten. Bei Reinigungsmitteln reicht eine geringere Menge aus, um das gleiche Ergebnis zu erzielen wie mit nicht behandeltem Wasser. Ergebnis: Bis zu 55% Einsparung von Wasch- und Reinigungsmitteln. Das bedeutet: 55% weniger Rückstände im Abwasser! Die geringen Rückstände aus Wasserenthärtern sind im Verhältnis zu den eingesparten Abwässern vernachlässigbar.

Des Weiteren benötigt mit enthärtetem Wasser gewaschene Wäsche keine Weichspüler.